Planung
Arbeiten planen
Ein alter Ofen in einem gekauften oder geerbten Haus weckt zwei Gefühle zugleich: den Wunsch, ihn zu erhalten, und die Sorge, ob man ihn überhaupt heizen darf. Die zweite Frage kann nur eine Fachkraft beantworten. Und damit Sie nicht erst beim ersten Frost überstürzt über die Zukunft des Ofens entscheiden müssen, hilft es, die Sache in einige ruhige Schritte aufzuteilen.
Heizen Sie einen unbekannten Ofen nicht „zur Probe“ an. Zuerst sollte ihn ein Ofenbauer sehen, auch wenn er stabil wirkt und schon länger im Haus steht, als Sie denken können.
So ist diese Rubrik aufgebaut: Wir beschreiben den allgemeinen Ablauf bei der Vorbereitung auf Begutachtung und Reparatur eines Ofens – ohne Kostenvoranschläge, Fristen und technische Abläufe. Den Zustand des Ofens, den Umfang der Arbeiten und die Art der Reparatur legt die Fachkraft nach der Begutachtung fest und richtet sich dabei nach den Brandschutzvorschriften.
Wenn ein alter Ofen im Haus steht
Begutachtung
Sehen Sie sich den Ofen bei gutem Licht an, ohne ihn anzuheizen. Notieren und fotografieren Sie Risse, abgeschlagene Kacheln, Ruß an Wänden und Decke sowie den Zustand von Türen und Ofenklappe. Steigen Sie nicht selbst aufs Dach, um den Schornstein anzusehen.
Fachkraft
Bitten Sie einen Ofenbauer, Ofen und Schornstein vollständig zu begutachten – vom Fundament bis zum Schornsteinkopf. Erzählen Sie, was Ihnen aufgefallen ist, und zeigen Sie die Fotos: So versteht er die Geschichte des Ofens leichter.
Entscheidung
Nach der Begutachtung wird klar, wie es mit dem Ofen weitergeht: Er kann so bleiben, wie er ist, repariert oder neu gesetzt werden. Liegt Ihnen sein Aussehen am Herzen, sagen Sie das dem Fachmann vorab – manchmal lässt sich die Verkleidung ganz oder teilweise erhalten.
Zeitplan bis zur Saison
Planen Sie Begutachtung und Arbeiten für die warme Jahreszeit. Nach einer Reparatur oder einem Neubau ist der Ofen nicht sofort voll belastbar; wie die ersten Heizvorgänge ablaufen sollen, sagt Ihnen der Ofenbauer, der die Arbeit ausgeführt hat.
Unterlagen
Bitten Sie den Fachmann, die Arbeiten schriftlich festzuhalten: was gemacht wurde, welche Materialien verwendet wurden und wie der Ofen künftig zu pflegen ist. Gelten für die Heizung in Ihrem Haus besondere Anforderungen, klären Sie rechtzeitig, welche Unterlagen nötig sind.
Prüfung nach den Arbeiten
Wenn die Arbeit abgeschlossen ist, lassen Sie sich von der Fachkraft zeigen, wie Ofenklappe und Türen zu bedienen sind, und prüfen Sie gemeinsam, ob der Rauch in den Schornstein abzieht. Vereinbaren Sie, wann der Schornstein wieder geprüft und gekehrt wird.
Zeichen, dass der Ofenbauer kommen sollte
- Beim Anheizen oder während des Heizens zieht Rauch ins Zimmer
- Im Mauerwerk, im Putz oder in der Verkleidung sind neue Risse entstanden
- Der Ofen zieht schlecht: Das Feuer brennt träge, der Rauch staut sich im Feuerraum
- Im Haus riecht es nach Rauch oder Verbranntem, wenn der Ofen brennt oder abkühlt
- An Wänden und Decke neben dem Ofen zeigt sich Ruß
- Feuertür oder Ofenklappe klemmt, wackelt oder schließt nicht dicht
Verwandte Rubriken
- Materialien
Ziegel, Lehm, Ofenkacheln, Türen und Ofenklappen, Wärmedämmung und Oberflächen des Ofens. Hier finden Sie auch den Beitragskatalog.
- Pflege
Ofenpflege im Wechsel der Jahreszeiten und das Wichtigste zur Sicherheit, das zu jeder Jahreszeit gilt.
- FAQ
Antworten zum Journal, zu Geschichte und Aufbau von Öfen und zur Sicherheit im Haus mit Ofen.
Quellen
- Russisches Katastrophenschutzministerium (MChS) – Brandschutzregeln für den Betrieb von Öfen
Die Angaben zu Öfen beruhen in allgemeiner Form auf enzyklopädischen und volkskundlichen Nachschlagewerken, auf Materialien von Museen für historische Holzarchitektur und auf den Brandschutzregeln des russischen Katastrophenschutzministeriums. Brandschutzvorschriften sind von Land zu Land verschieden. In welchem Zustand Ihr Ofen und Ihr Schornstein sind und ob Sie heizen dürfen, kann nur eine Fachkraft sagen, die beides vor Ort begutachtet hat.